Donnerstag, 14. September 2017

Wie findest Du die richtige Gesundheits-App?

Gesundheits-Apps gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Das Marktvolumen lag 2013 bereits bei 2,5 Mrd. US$ und wird 2017 auf 26 Mrd. US$ geschätzt. [1]
Manche dieser Apps sind sinnvoll und nützlich, andere eher weniger - und doch nutzt sie fast jeder Zweite. [2]
In einem Blockseminar diese Woche habe ich mich in einer Gruppenarbeit drei Tage mit Gesundheits-Apps beschäftigt und da ich nun meine Hausarbeit über dieses Thema schreibe, werde ich mich noch intensiver in das Thema hineinarbeiten. 
Doch wie findest Du überhaupt die richtige Gesundheits-App? 
In diesem Blogpost möchte ich dafür sensibilisieren, genauer hinzusehen!




So findest Du die richtige Gesundheits-App für Dich:


1. Ziel und Zweck definieren

Die Vielfalt der Gesundheits-Apps ist riesig. Eine einheitliche Definition gibt es für diese (noch) nicht. Es gibt beispielsweise Apps zum Kalorientracken, für Fitness-Übungen und es gibt medizinische Apps, die Informationen zu Krankheitsbildern liefern oder an die Einnahmen von Tabletten erinnern.

Daher mache Dir vorher klar: 

  • Welches Ziel möchtest Du mit der Gesundheits-App verfolgen? 
  • Welchen Zweck soll sie haben? 


2. Informationen

  • Woher kommen die Informationen der App und gibt es Quellenangaben? 
  • Sind die Informationen der App wissenschaftlich fundiert? 
  • Von wann ist der Stand der in der App enthaltenen Informationen?


3. Entwickler

  • Gibt es Informationen zu den Entwicklern? 
  • Gibt es ein schnell auffindbares Impressum und Hinweise zum Thema Datenschutz? 
  • Findest Du Kontaktpersonen falls technische Probleme oder inhaltliche Fragen aufkommen?


4. Finanzierung und Kosten

  • Wie finanziert sich die App und wer sind die Sponsoren?
  • Gibt es eine kostenlose Version zum Ausprobieren?
  • Kommen während der Nutzung Kosten auf Dich zu (z. B. durch In-App-Käufe oder Abonnements)?


5. Kontrolle und Reflexion

Es gibt im Bereich Gesundheits-Apps (noch) kaum Kontrollen, daher ist es wichtig, selbst zu reflektieren. Es gibt beispielsweise Apps, die angeblich den Blutdruck und die Herzfrequenz messen können. Solche Angaben solltest Du kritisch beleuchten und Dich fragen, was ein Smartphone ohne Zusatzgeräte leisten kann und wie genau solche Ergebnisse sein können.
HeathOn hat einen Ehrenkodex mit sieben Kriterien für Gesundheits-Apps erstellt. Die meisten der bereits genannten Aspekte sind in ihm enthalten. Leider haben noch sehr wenige Apps das HealthOn-Siegel erreicht. 


Schaut man genauer hin und auch mal hinter die Fassade der über 100.000 Gesundheits-Apps auf dem Markt, kommt man zu erschreckenden Ergebnissen. Wir haben diverse Apps genauer angeschaut und bei vielen nicht nur vergeblich nach einem Impressum oder einer Kontaktperson bei inhaltlichen Fragen gesucht, sondern auch nach einem Entwickler, der etwas mit Gesundheit am Hut hat.
Der Blick hinter die Kulissen lohnt sich also und die kritische Betrachtung sowieso!

Nutzt Du Gesundheits-Apps und wenn ja - warum? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Alle Angaben ohne Gewähr.

Beide Bilder sind auf www.pixabay.com unter Creative Commons CC0 als Public Domain veröffentlicht.

Quellen: 
[1] Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (2016): Digitale Welt und Gesundheit. eHealth und mHealth - Chancen und Risiken der Digitalisierung im Gesundheitsbereich. Verfügbar unter: http://www.telemedallianz.de/pdf/studien/01192016_Digitale_Welt_und_Gesundheit.pdf [13.09.2017]

[2] Bitkom Research (2017): Jeder Zweite nutzt Gesundheits-Apps. Verfügbar unter: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Fast-jeder-Zweite-nutzt-Gesundheits-Apps.html [13.09.2017]

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