Dienstag, 20. September 2016

Erfahrungsbericht: Augenlaser OP in der Uniklinik Heidelberg


Ein Leben ohne Brille ist für viele unvorstellbar 
für mich ist es heute (wieder) die Realität! 



Ich habe schon Ende 2013 mit dem Gedanken gespielt, meine Augen lasern zu lassen.
Zum einen war ich meine Brille wirklich leid, zum anderen falle ich bei meinem Augenarzt regelmäßig in Ohnmacht, sobald er einem meiner Augen zu Nahe kommt. Auch kann ich mir selbst nicht ins Auge fassen - Kontaktlinsen sind für mich also definitiv keine Option! 
Ich hatte keine große Sehschwäche (-2 dpt und -1,5 dpt), allerdings hat mich meine Brille immer gestört, vor allem aber bei meinen Kursen im Fitnessstudio oder beim Sport.
Im Laufe des Jahres 2014 habe ich mich im Internet informiert, welche Möglichkeiten es bei mir in der Umgebung zum Lasern gibt. Ich war bei mehreren Info-Abenden von verschiedenen Kliniken. 
Im Oktober 2014 habe ich das Gespräch mit meinem Augenarzt gesucht und mit ihm über das Thema gesprochen. 
Im Dezember war es dann soweit: ich hatte einen Termin zur Voruntersuchung in der Uniklinik Heidelberg!




Die Voruntersuchung
Die Voruntersuchung fand im Dezember 2014 statt und dauerte ca. 3 Stunden. Es wurden unglaublich viele Tests gemacht. Meine Augen wurde in alle Richtungen vermessen und untersucht. Mein Kreislauf hat immerhin bis fast zum Schluss durchgehalten. Im Gespräch mit Hr. Dr. Holzer entschied ich mich für die (ältere) Methode, die LASEK bzw. PKR.


Der Lasertermin
Der Termin zur OP war Anfang Januar 2015.
Sie fand an einem Donnerstag statt. Wieder wurden verschiedene Untersuchungen gemacht und schon ging es los in den OP. Meine Augen wurden mit Hilfe von Tropfen betäubt. Zusätzlich bekam ich eine halbe Beruhigungstablette.
Dann ging eigentlich alles sehr schnell. Ich legte mich auf eine Liege, mein Gesicht wurde - bis auf die Augenpartie - abgedeckt und mein Auge wurde offen gehalten. Viel mehr, als dass dann ein Gerät über mein eines und dann über das andere Auge kam, habe ich auch nicht mitbekommen.
Pro Auge brauchte der Laser nur 7 bzw. 9 Sekunden.
Falls es Dich interessiert, wie das Laserverfahren (in meinem Fall die LASEK) genau funktioniert, kannst Du hier nachlesen. 
Nachdem mir aufgeholfen worden war, bekam ich direkt ein Becher mit Schmerzmittel zu trinken und eine riesige, viel zu große dunkle Sonnenbrille aufgesetzt.
Nach dem Eingriff war ich natürlich nicht im Stande Auto zu fahren, also wurde ich von meiner Mama abgeholt. Als wir zuhause waren, setzten die Schmerzen ein und ab diesem Zeitpunkt war ich dann auch richtig empfindlich was das (Tages-)Licht anging.


Die Tage danach...
Ich möchte die Tage danach hier in keiner Weise schön reden: Donnerstag, Freitag und Samstag waren wirklich schlimm. Ich habe diese Zeit eigentlich nur in meinem abgedunklten Zimmer verbracht. Sobald ich in einen mit Tageslicht durchfluteten Raum ging, musste ich die Sonnenbrille tragen. Meine Augen haben am laufenden Band gebrannt und getränt.
Ich musste mehrmals am Tag verschiedene Augentropfen ins Auge tropfen, was nicht leicht war, weil ich die Augen nicht so lange aufhalten konnte und schon gar nicht in hellen Räumen. 
Samstagabends schaute ich zum ersten Mal seit Donnerstag auf mein Handy, das ging vorher beispielsweise überhaupt nicht. Ich konnte auch nur Sprachnachrichten senden, weil es noch nicht ging, lange auf das Display zu schauen. Selbst in der dunkelsten Einstellung war es noch zu hell für meine Augen.
Sonntagmorgens war plötzlich über Nacht alles gut. Ich konnte sogar schon wieder am PC arbeiten.




Die Nachkontrollen
Ich hatte insgesamt fünf Nachkontrollen. Die erste war am Tag nach der OP und wieder die nächste montags nach dem ersten Wochenende. An diesem Termin hatte ich schon 80% und 100% Sehleistung und durfte wieder Auto fahren - zum ersten Mal in meinem Leben ohne Brille.
Es folgte ein Termin am Ende der Woche, dann zwei Wochen später und der letzte fand drei Monate nach der OP im April statt. An diesem Tag hatte ich auf beiden Augen 160% Sehleistung!


Heute
Im Januar war ich bei meinem Augenarzt, da man ihm ein Jahr nach der OP einen Besuch abstatten soll. Er meinte, ich könne jedem "normalen" Augenarzt verschweigen, dass ich meine Augen gelasert habe. Es ist also alles so super verheilt, dass keine Narben auf die OP hinweisen. Die 160% Sehleistung bleiben natürlich nicht, das haben mir die Ärzte in der Uniklinik direkt gesagt. Allerdings war mein Augenarzt auch ein Jahr nach der OP noch ziemlich begeistert von meiner Sehleistung und sie liegt immernoch deutlich über 100%. 
Ich bereue die OP keine Sekunde, das Leben ohne Brille ist doch ein ganz anderes als mit. Manchmal schaue ich immer noch in die Bäume und bin begeistert, wie gut die Augen doch sehen können!
Ich habe keinerlei Probleme, außer, dass ich manchmal (ca. 1 mal im Monat) trockene Augen habe, dann mache ich einmal Augentropfen rein und gut ist!

Ich empfehle jedoch jedem, sich vorher reichlich zu informieren. Die meisten Kliniken bieten Info-Abende an und es gibt Veranstaltungen, an welchen man hat die Möglichkeit hat sich die Räumlichkeiten anzuschauen und mit verschiedenen Ärzten zu sprechen.
Die OP ist nicht gerade billig, daher sollte man gründlich abwägen, ob es nicht noch andere Optionen für sich selbst gibt. Leider gibt es nämlich keine Garantie, dass die Augen nicht doch wieder schlechter werden!

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Alle Angaben ohne Gewähr!

Die Bilder sind auf www.pixabay.com unter Creative Commons CC0 als Public Domain veröffentlicht 

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